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Erwacht!

Nach n bisschen Winterschlaf, etlichen Stunden Zugfahrt und einigen vergesslichen Momenten in St. Petersburg, der wahrscheinlich schönsten Stadt in der ich bis jetzt war, bin ich wieder von Ruslan und Kindern, die überhaupt nicht ausgelastet sind ziemlich plötzlich aus weihnachtlichern Trämereien geschlagen worden, denn nach 2280 Minuten auf einer 170x50cm winizigen Pritsche ging es nach einer kurzen, bitternötigen Dusche ins Kinderzentrum.

 

Eine Grippe zu Weihnachten hat meine Stimmung zwar etwas getrübt, dennoch wars ne nette Erfahrung mit vier, nach einigen Flachen besten Weins aus der Toskana überemotionalen Italienern und dem Rest des Hauses Geschenke auszupacken, zu essen und zu singen. Das Essen war tatsächlich einfach überragend, da hat nur eine gefüllte Gans gefehlt. 

Am 28ten gings dann aber auch schon los, auf die langersehnte, mit Spannung erwartete und letztendlich ernüchternde Zugfahrt gen nördlichen Norden. In Schritttempo ging es fortan durch die russische Steppe, dem regelmäßigem Schnarchen der Oma unter mir nehme ich an, dass sie die Fahrt mehr als ich genoss, dennoch will ich ja auch nicht übertreiben, wieder gesund und halbwechs munter kam ich mittags am Bahnhof an, wo mich die anderen empfingen. Zu unserem Hostel wars eine bequeme halbe Stunde, nach den ersten Pangelein durften wir dann auch ins Zimmer, anschließend auf Bar und Kneipenerkundungstour am Nevski Prospekt.

Silvester war dann noch mal ein spezielles Highlight, denn Salome, die in Piter wohnt hatte uns in ihre Altbaubude eingeladen und uns einen chilligen Abend zu sechs prophezeit. Noch mit dem Kater vom Vortag machten wir uns auf den Weg um dann von ca. 30 anderen deutschen Freiwilligen überrascht zu werden, es entwickelte sich aber zu einer sehr geile Party und Freundschaften fürs Leben.

Wieder zurück lief der Wechsel von Elan in Ernüchterung nahtlos ab, die Stimmung der Leute war wie das Wetter, der Schnee zu hässlichem Matsch geworden und im Kinderzentrum ließen sich maximal drei rotzfreche in der Ecke mit dem Handy spielende Kinder blicken, das Projekt in der Kinderkrebsklinik ist durch die Terrorakte (hab ich überrings nichts von mitbekommen) auf Eis gelegt und mein russisch ist doch nicht so gut wie ich dachte.

Nach drei recht schwierigen Wochen, sowohl im Haus, als auch bei der Arbeit geht es wieder bergauf, Ruslan ist für eine Woche in Astrachan und nächsten Samstag begebe ich mich wieder auf eine ebensolange Reise zum Zwischenseminar nach Orsk. Wenn ich wieder komme steht ja dann acuh schon bald wieder die Blütezeit an und die Minusgrade verziehen sich wieder langsam. 

26.1.14 14:23

Letzte Einträge: kleiner Tisch, Aktuelle lage, für Ostern basteln, Osterkunde

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