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So ich würde nun gerne schreiben, dass es mir einfach toll, ja blendend geht, ich überragend, muttersprachlichähnlich russisch beherrsche und das Wetter richtig schön, angenehm kühl und dennoch sonnig ist. Kann ich leider nicht, obwohl ich mich gut im Projekt fühle, das meiste verstehe und sagen kann, sogar ein Buch habe ich gestern angefangen, was mir dann aber doch recht deutlich meine Grenzen aufzeigt, aber dank Google weiß ich schonmal um was es im ganzgroben geht.

Das größte Problem ist aber weder der immerwieder zu Hochtouren auflaufendem Ruslan (die Mediatorskills zeichnen sich endlich aus), die Kinder, noch sonst noch irgendwer, der mich nerven könnte, denn es ist schlicht und ergreifend das Wetter. Seit drei Monaten ist es so kalt, dass selbst im Badezimmer sich Frost gebildet hat und man einfach nicht raus kann. Seit drei Monaten sitze ich nur drinnen und spüre förmlich wie die Wände näher kommen. Seit drei Monaten müssen auch die Obdachlosen mit dem Frost klar kommen und können sich nicht über Luxusprobleme, wie die meinen beklagen. Meine Arbeit mit den Kindern wird dadurch natürlich auch nicht einfacher, vom Zwischenseminar in Orsk habe ich zwar einige Impulse mitnehmen können, doch so langsam gehen mir einfach die Möglichkeiten für einen 5x5 Meter großen Raum aus.

Naja während es hier noch beständig -15 Grad sind kommt in Asstrachan der Frühling, deswegen werde ich nächste Woche erstmal am verlängertem Wochenende mir das Haus von Mirella anschauen und den italenischen Freiwilligen aufn Bierchen mitnehmen und dieses bei +10 Grad in Shorts auf der Terasse genießen.

Wie erwähnt lief zuhause nicht alles rund, Ruslan erfand Lügengeschichten, vor denen jeder Politiker den Hut gezogen hätte und ich bewegte mich wie ein Fremdkörper, es war eine richtig komische Situation, doch siehe da, ich zählte schon die Tage zum Zwischenseminar, da war wieder alles beim Alten, die Kinder kommen regelmäßiger, zuhause ist wieder chillig und mir ging es deutlich besser. Folglich kam ich sau gut gelaunt in Orsk an, die Strapazen der letzten drei Wochen und die Zugfahrt vergessen hatte wir zusammen ne richtig schöne Woche in Orsk. Mit Muskelkater vom Lachen und neuen, kleinewelten verändernden Dingen im Gepäck gings wieder zurück.

Die Zeit danach bis jetzt war einfach nett. Ein besseres oder treffendes Wort dafür gibt es nicht, ich fühlte mich weder überflüssig und unwohl, noch völlig in meinem Element, denn das sind Kinder einfach nicht.. Ich konnte einige Spiele ausprobieren und zuhause über versagende Olympiasportler lästern und dabei große Reden schwingen, dass selbst wir besser, schneller, treffsicherer gewesen wären. Dazu kam, dass wir ein Meeting über die Zukunft des Projekt „Kinderkrebsklinik“ hatten, dass seit dem ersten Anschlag ins Stocken kam und nie wieder richtig aufgenommen wurde. Letzten Samstag war ich dann auch wieder das erste Mal mit Nastia und Olga, die momentan wieder im Kinderzentrum arbeitet, da die andere Olga wegen „zu viel Stress“ schon nach vier Monaten hingeschmissen hatte, im Krankenhaus. Ich hatte zwar erst nicht wirklich Lust, wollte ausschlafen und ein lauen Tage machen, aber es war wieder richtig schön mit den zierlichen Mädels zu basteln, schneiden und kleben. Da wir sogar den Schlüssel fürs Bastelzimmer hatten, konnten wir in schöner, von kleinen Call of Duty zockenden Kindern umgebenen Atmosphäre, Schmetterlinge und Blumen für die Mama oder den Nachtisch basteln.

das wars erstmal, wenn ihr regelmäßiger was neues lesen wollte, sagt mir bescheid, dann kommt auch mehr:D

1.3.14 12:02

Letzte Einträge: kleiner Tisch, für Ostern basteln, Osterkunde

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